Probevortrag
Ein wesentlicher Bestandteil des Berufungsverfahrens ist der Probevortrag. Die Kandidatin bzw. der Kandidat erhält dabei die Möglichkeit sich persönlich zu präsentieren, auch im Hinblick auf die pädagogische Eignung. Das Thema des Probevortrags wird konkret vorgegeben oder es besteht die Auswahl zwischen mehreren konkreten Themen bzw. das Themengebiet ist nur sehr allgemein vorgegeben.
In jedem Falle ist zu berücksichtigen, dass sich der Vortrag sowohl an Fachleute, als auch an Studierende richtet. Sofern es Ihnen mit der Einladung nicht mitgeteilt wird, sollten Sie sich nach den Vorkenntnissen Ihrer Zuhörer erkundigen. Insbesondere an den Fachhochschulen kommt dem studentischen Votum eine oft entscheidende Bedeutung zu.
-
Bereiten Sie sich sorgfältig auf den Probevortrag vor. Arbeiten sie den Probevortrag fachlich und didaktisch so gut wie möglich aus.
-
Üben Sie den Probevortrag ggf. vor dem Spiegel oder vor Freunden. Achten sie vor allem auch auf die Gestik und Kontakt zu Ihren Zuhörern.
-
In der Regel sind die Probevorträge auf 45 Minuten bis 1 Stunde begrenzt. Neuerdings wird häufig auch - zumindest teilweise - der Vortrag in Englisch erwartet. Achten Sie verstärkt auf das Einhalten der festgelegten Zeit.
-
Wichtig ist die Verwendung der üblichen Präsentationstechniken, wie Powerpoint und Folien. Achten Sie auf eine lesbare Schriftgröße, überfrachten Sie die Folien nicht mit zu vielen Inhalten. Verwenden Sie möglichst mehrere Medien, wie Tafel, Beamer, Overheadfolien, etc. Bei der Bewertung der pädagogischen Fähigkeiten wird auch der Medienwechsel bewertet.
-
Stellen Sie sich zu Beginn des Vortrags kurz vor, falls dies der Vorsitzende der Berufungskommission nicht bereits getan hat. Gehen Sie dabei vor allem auf die Teile Ihrer beruflichen Entwicklung ein, die für die Stellen bedeutsam sind.
-
Halten Sie Blickkontakt zu den Zuhörern. Versuchen Sie die Anwesenden durch Fragen mit einzubeziehen. Achten Sie darauf, dass sie Ihre Stimme variieren, damit ihr Vortrag nicht zu langweilig erscheint.
-
Verteilen Sie zu Beginn ein sog. Handout an die Zuhörer, in dem der Vortrag auf Powerpointfolien abgebildet ist.
Die Bewertung der Probelehrveranstaltung durch die Studierenden und durch die Berufungskommission erfolgt in der Regel anhand eines standardisierten Fragebogens. Die Gestaltung von Lehrkonzepten ist Bestand der hlb-Seminare zum Bewerbertraining.
Im Berufungsgespräch sollten Sie mit Fragen zu Ihrer Motivation für Ihre Bewerbung rechnen. Insbesondere Bewerber/innen für eine Fachhochschulprofessur sollten sich vor dem Bewerbergespräch mit der W-Besoldung befassen, da in der Regel mit einer deutlichen Gehaltseinbuße gegenüber einer Tätigkeit in der Wirtschaft zu rechnen ist.
Weitere Fragen befassen sich mit Ihrem wissenschaftlichen und (bei Fachhochschulprofessuren) beruflichen Werdegang, Ihren Vorstellungen zur Ausgestaltung des Lehrgebietes und Ihrer Bereitschaft Aufgaben in der Selbstverwaltung der Hochschule zu übernehmen. Aufgabe der Berufungskommission ist es auch zu beurteilen, inwieweit zu erwarten ist, dass Sie sich mit Ihrer Persönlichkeit in Ihr künftiges Umfeld einfügen.
