
Einige Kaufhäuser und Supermärkte bilden zunächst nur zum Verkäufer aus und bieten den Auszubildenden anschließend die Möglichkeit, sich zur Einzelhandelskauffrau weiterzubilden. Für die Betriebe hat dies den Vorteil, dass sie sich zunächst nur für zwei Jahre an die neue Mitarbeiterin binden müssen. Nach Ablauf der Probezeit kann der Ausbildungsvertrag nämlich nur in wenigen Ausnahmefällen durch das Unternehmen aufgelöst werden. Für die Auszubildenden ist es hingegen günstiger, gleich mit einer Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau zu beginnen. In vielen Betrieben ist dies nach wie vor möglich. Zwar gehören auch die Arbeiten einer Verkäuferin zu diesem Beruf, das Tätigkeitsfeld ist aber deutlich breiter gefächert. So arbeiten Einzelhandelskaufleute beispielsweise auch im Personal- und Rechnungswesen, im Einkauf und sind an der Gestaltung von Marketing-Aktionen beteiligt.
Die Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau dauert drei Jahre und findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt. Dabei ist nur ein Teil des Unterrichts für alle Auszubildenden gleich. Darüber hinaus gibt es schon während der Ausbildung die Möglichkeit, sich auf ein bestimmtes Gebiet zu spezialisieren, zum Beispiel den Textilbereich. Dementsprechend wird der Schwerpunkt des schulischen Ausbildungsteils immer entsprechend des Ausbildungsbetriebes gesetzt. Wer an einer Fachrichtung besonderes Interesse hat, sollte dies bei der Wahl des Ausbildungsbetriebes berücksichtigen.
Auch wenn der Hauptschulabschluss theoretisch ausreichend ist, verlangen viele Betriebe von ihren Auszubildenden die Mittlere Reife. Darüber hinaus sind kundenorientiertes Denken und Handeln sowie ein freundliches Wesen und ausreichende mathematische Kenntnisse eine Grundvoraussetzung für eine Ausbildung in diesem Beruf. Außerdem sollte man bereit sein, sich mit langen und unregelmäßigen Arbeitszeiten zu arrangieren. Viele Geschäfte haben abends sehr lange und auch an Samstagen geöffnet. Daher müssen Einzelhandelskaufleute oft arbeiten, wenn ihre Familie oder Freude frei haben. Dies sollte man bei der Berufswahl auf jeden Fall bedenken.
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